fast (?) vergessen …

Alte Sprachen oder klassische Sprachen, wie sie auch genannt werden, sind Sprachen der Antike, die heute noch an Schulen und Universitäten gelehrt werden. Gemeint sind damit die beiden Verwaltungssprachen des Römischen Imperiums Altgriechisch und Latein. Altgriechisch ist die Sprache des antiken Griechenland und des östlichen Mittelmeerraumes. Die lateinische Sprache entstand in der Region Latium, einem Landstrich in der Nähe von Rom. Wenn man von den alten Sprachen Latein und Altgriechisch spricht, meint man meist die Sprache der gebildeten Oberschicht, die sich von regionalen Dialekten und Soziolekten unterschied. Als klassisches Altgriechisch gilt die Sprache, in der die Werke Platons verfasst wurden. Das klassische Latein ist die Sprachstufe der Spätphase der Römischen Republik.

Von den alten Sprachen wird insbesondere das Lateinische heute noch an Schulen gelehrt, das Altgriechische ist als Unterrichtsfach von eher untergeordneter Bedeutung. Die Leistungsnachweise, die nach erfolgreicher Teilnahme am Latein- und Griechisch-Unterricht ausgestellt werden, heißen Latinum und Graecum. Beim Latinum unterscheidet man bisweilen noch Kleines und Großes Latinum. Wer nach dem Abitur studieren möchte und schon weiß, welche Studienfächer er wählen wird, sollte sich rechtzeitig erkundigen, ob er für diese Fächer das Latinum oder Graecum benötigt. Latinum und Graecum sind für das Studium der Klassischen Philologie, Theologie, Alten Geschichte und Archäologie obligatorisch.